Steckbrief Barbara Weinmann

Zu Beginn: verraten Sie uns bitte Ihr Geburtsjahr!
Im Jahr der ersten olympischen Sommerspiele in Tokyo. (1964)

Welche Position bekleiden Sie im Vorstand des vblb und seit wann sind Sie in dieser Funktion tätig?
Seit Gründung des vblb bin ich als weitere Stellvertreterin des Vorsitzenden tätig.

Was hat Sie bewogen sich im vblb zu engagieren?
Der Aufgabenbereich einer Integrierten Leitstelle ist breit gefächert. Als vblb haben wir die Möglichkeit Einfluss zu nehmen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Leitstellen bestmöglich zu unterstützen.

Welche berufliche Laufbahn haben Sie eingeschlagen?
Vor vielen Jahren habe ich als Anwärterin des gehobenen, nichttechnischen Dienstes in der Kreisverwaltung Ludwigshafen (heute Rhein-Pfalz-Kreis) in Rheinland-Pfalz begonnen. Nach meinem Umzug nach Bayern bin ich im Landkreis Freising 1992 in der Sozialhilfe gestartet. Nach einigen Jahren in diesem Bereich war ich als Sachgebietsleiterin öffentliche Sicherheit und Ordnung für Feuerwehr, Katastrophenschutz, Waffen und Jagdrecht zuständig. Ebenfalls hatte ich die Geschäftsführung für den neu gegründeten ZRF Erding – mit Sitz in Freising – inne. Zuletzt war ich in Freising als persönliche Referentin des Landrates im Einsatz.

Was ist Ihre aktuelle Position und in welcher Dienststelle sind Sie anzutreffen?
Seit Dezember 2020 bin ich wieder als Geschäftsführerin des ZRF Erding zuständig – jetzt im Landratsamt Erding. Besonders freue ich mich darüber hier auch als Fachbereichsleiterin für die ILS Erding zuständig zu sein. Auch der Katastrophenschutz zählt zu meinem Aufgabenbereich.

Was sehen Sie als die größten Herausforderungen für Leitstellen in Bayern in den kommenden Jahren?
Die Integrierten Leitstellen sind der Mittelpunkt und auch der Vermittler zwischen Bürgern, Rettungsdienst, Feuerwehr, Kommunen, Kassen und der Politik. Neben der Berücksichtigung der Bedürfnisse aller Player muss vor allem der Stand der Leitstellen gestärkt werden. Die wichtige Rolle der Integrierten Leitstellen muss mehr hervorgehoben werden.

Welches Projekt oder welche Initiative des vblb liegt Ihnen besonders am Herzen und warum?
Tatsächlich liegt mir der Zusammenschluss der integrierten Leitstellen im vblb besonders am Herzen. Viele Leitstellen waren bisher Einzelkämpfer und ihre Bedürfnisse wurden nicht ausreichend gehört. Auch gibt es in den Reihen der Leitstellen umfangreiches Fachwissen und hervorragende Spezialisten, die für die Gemeinschaft sehr wertvoll sind und ihr Wissen für alle einsetzen können. Dies war zwar auch in der Vergangenheit möglich – durch die neue Struktur ist dies aber einfacher und zielführender umzusetzen. Gemeinsam können wir mehr Einfluss nehmen.

Wie stellen Sie sich die Zukunft der Leitstellenarbeit in Bayern vor und wie sehen Sie die Rolle der Digitalisierung?
Durch viele neue Vorgaben wird die Arbeit der Leitstellen immer komplexer. So werden nicht nur mehr Mitarbeiter benötigt, sondern auch Mitarbeiter die sich spezialisieren müssen. Bei dieser Veränderung ist dringend Unterstützung notwendig. Die Digitalisierung wird eine von großem Nutzen sein, wenn Sie passgenau auf die Bedürfnisse einer Leitstelle angepasst ist.

Welchen Rat würden Sie jemanden geben, der sich für eine Ausbildung in einer Integrierten Leitstelle interessiert?
Wenn Du an einer Ausbildung in einem Beruf interessiert bist, bei dem Du in einem Team arbeitest, auf das Du Dich verlassen kannst, wo es Dir bei der Arbeit nie langweilig wird und Du wirklich zeigen kannst, was in Dir steckt – dann bist Du hier richtig. Schau Dir die Homepage an, sprich mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und mache, wenn möglich, ein Praktikum in einer Integrierten Leitstelle.

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